Technische Einführung



Inhaltsverzeichnis



Allgemein

ATEX Richtlinien

Drehrichtung

 

Die Drehrichtung wird mit Blick auf die Ansaugseite des Ventilators definiert.
 
Rechts (Standard) Links
Rad ist rechtsdrehend Rad ist linksdrehend
Drehrichtung Rechts Drehruchtung Links



Fuß.-, Klemmkasten.- und Gehäusestellungen

Wichtiger Hinweis!

Es gibt bei den Ventilatoren 2 Arten von Füße.

  • Ventilatorfuß: Bei kleineren Motorbaugrößen.
    Bei Motorenbaugrößen kleiner 90 oder kleiner 1,5 KW
    haben die Ventilatoren in der Regel einen angebauten Ventilatorfuß.
  • Motorfuß: In der Regel bei größeren Motoren, ab der Baugrösse 90 oder einer Leistung ab 1,5 KW.

Ob der Ventilator einen Ventilatorfuß oder Motorfuß hat, ist im Datenblatt des Ventilators ersichtlich.

Standard Fuß.- und Klemmkastenstellungen bei Ventilatoren mit Ventilatorfuß
Rechte Ausführung: Fuß R90 Klemmkasten RO
Linke Ausführung: Fuß L90 Klemmkasten L0
 
Standard Fuß.- und Klemmkastenstellungen bei Ventilatoren mit
Motorfuß
Rechte Ausführung: Fuß R90 Klemmkasten RO
Linke Ausführung: Fuß L90 Klemmkasten L180
 


Standard Fuß.- und Klemmkastenstellungen bei Ventilatoren mit
Motorfuß
bei druckgekapselten Atex Motoren ExII2Gc

Rechte Ausführung: Fuß R90 Klemmkasten R270
Linke Ausführung: Fuß L90 Klemmkasten L270
 
Standard Klemmkastenstellungen bei Ventilatoren
OHNE Fuß
Rechte Ausführung: ohne Fuß Klemmkasten RO
Linke Ausführung: ohne Fuß Klemmkasten L0
 
 
Ohne Bestellangaben vom Kunden erfolgt die Auslieferung wie oben beschrieben.
 
Anderweitige Stellungen des Fußes, Klemmkasten oder von Kondenswasserbohrungen sind, bei Bestellung, vom Kunden anzugeben.
 
Benutzen Sie dabei am Besten den Positionskonfigurator.


Positionen der Kabeleinführungen bei Antriebsmotoren



Die Positionen der Kabeleinführungen können je nach Lieferant und Motortype unterschiedlich sein. Überwiegend ist es die Position 1 oder 2.

Sollten Sie eine besondere Lage der Kabeleinführung benötigen, fragen Sie bitte bei uns an.

Geben Sie bitte die gewünschte Position, wie in der Zeichnung dargestellt, mit 1, 2, 3 oder 4 an.

 

Hinweis: Grundsätzlich werden die Motoren ohne Kabelverschraubungen ausgeliefert.





ANTRIEBSMOTOREN



 

Alle zum Einsatz kommenden Antriebsmotoren sind für Dauerbetrieb ausgelegt und entsprechen den gültigen VDE-Vorschriften, Euronormen und Unfallverhütungsvorschriften.

 

Standardmäßig werden verwendet:

  • Spaltpolmotoren 230 V, 50 Hz
  • Einphasen-Wechselstrommotoren 230 V, 50 Hz mit Betriebskondensator
  • Drehstrommotoren 230/400 V, 50 Hz
  • Weitspannungsmotoren 202-306/350-530 V, 50/60 Hz
  • ATEX-Motoren in den Zündschutzarten EEX“e“ oder EEX“de“; die lieferbaren Zonen entnehmen Sie unseren Hinweisen zur ATEX-Ausführung.

 

Die Spaltpolmotoren sind in Isolationsklasse B und IP 20 ausgeführt, alle übrigen in Isolationsklasse F und IP 54 (bis 120 W) bzw. IP 55.

 

Einphasige Motoren sind bis zu einer Leistung von 1,1 kw lieferbar.

Weitspannungsmotoren sind bis zu einer Leistung von 1,0 kw bei 60 Hz lieferbar.

 

Bei Drehstrommotoren ab einer Leistung von 5,5 kw wird die Wicklung mit der Spannung 400/690 V für Stern-/Dreieck-Anlauf ausgeführt.

 

Sondermotoren sind auf Anfrage lieferbar, z.B. Sonderspannungen, erhöhte Schutzarten, thermische Schutzeinrichtungen, ISO-Klasse H, 60 Hz-Ausführung, CSA-/UL-Ausführung, abweichende Wellenmaße, usw.

 

 

TEMPERATUREN



Ausgehend von Standardventilatoren der Isolationsklasse F beträgt die zulässige Temperatur des Fördermediums -20° C bis +80° C, wobei die Umgebungstemperatur des Antriebsmotors von +40° C nicht überschritten werden darf.

 


Zur Förderung heißer Luft/Gase wird eine Temperatursperre verwendet, die eine Fördermitteltemperatur zwischen 200° C und 300° C zulässt. (höhere Temperaturen auf Anfrage)

 

Bei Einsätzen von integrierten Frequenzumrichtern darf die Umgebungstemperatur von +40° C nicht überschritten werden, da sonst die Elektronik thermisch überlastet wird und somit mit erheblichen Leistungsverlusten bzw. Ausfällen zu rechnen ist. Bei Anwendungen mit Temperaturen über 80° C in der Ex-Zone verweisen wir auf unsere Hinweise zur ATEX-Ausführung




TEMPERATURSPERRE



Ventilatoren zur Förderung von Heißgas bzw. heißer Luft werden mit einer Temperatursperre ausgerüstet. Die Temperatursperre wird ab einer Mediumtemperatur von über 80° C benötigt.

 


Der Aufbau der Temperatursperre sieht zwischen dem Ventilatorgehäuse und dem Antriebsmotor des Ventilators ein Distanzstück und einen Kühlflügel vor. Zusätzlich wird der Antriebsmotor vom Distanzstück abgesetzt, so dass eine Wärmeübertragung ausgeschlosssen wird.

 

Die Temperatursperre kann auch als Schleuderscheibe (z.B. gegen Wassertropfen) verwendet werden. Die Umgebungstemperatur darf 40° C nicht übersteigen. Die Temperaturbeständigkeit des Ventilators ist abhängig von der Drehzahl des Antriebsmotors. Dies muss vor allem bei regelbaren Ventilatoren beachtet werden.


Die maximale Temperatur des Fördermediums darf bei einer Nenndrehzahl


. von 2.800 min-1 die 300° C
. von 1.400 min-1 die 200° C


nicht übersteigen.


Man muss darauf achten, dass bei der Förderung von Heißluft die Druckdifferenz des Ventilators abnimmt, da sich die Luftdichte entsprechend der jeweiligen Temperatur ändert. Dies ist wichtig für die Ventilatorauslegung.

Der Betrieb der Temperatursperre in Kombination mit (Ex)e- bzw. / (Ex)de-Ventilatoren ist aufgrund des direkt angeflanschten Motors nicht zulässig.

 

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VENTILATORRÄDER



Alle zum Einsatz kommenden Ventilatorräder sind dynamisch in zwei Ebenen ausgewuchtet. Die Wuchtgüte beträgt nach DIN ISO 1940 Teil 1 G6,3.

 


Bei den Niederdruckventilatoren, Ventilatoren mit Spaltpolmotoren und Außenläufern werden vorwärtsgekrümmte Trommelläufer bzw. (ab DNG 9-30) rückwärtsgekrümmte Hochleistungslaufräder verwendet. Der Werkstoff ist standardmäßig Stahlblech verzinkt.

 


Bei den Mitteldruckventilatoren (DMV/EMV) werden vorwärtsgekrümmte Mitteldrucklaufräder aus Aluminium oder Stahlblech lackiert verwendet.

 


Rückwärtsgekrümmte Mitteldruckhochleistungslaufräder kommen bei den DMVL/EMVL-Typen zum Einsatz.

 


Bei den Ventilatoren zur Förderung staubhaltiger Medien (DSV/ESV) werden Laufradgeometrien eingesetzt, die eine Ablagerung
von Staub im Laufrad verhindern. Als Standardwerkstoff wird hier Stahlblech verzinkt verwendet.

 


Generell sind alle Ventilatorräder in Edelstahl (1.4301) lieferbar.

 

TERMS, SYMBOLS, AND UNITS



=

Volume flow rate, [m3/h] or [m3/min]

ΔPfa

=

Static pressure differential, [Pa]

ΔPt

=

Total pressure differential, [Pa]

U

=

Voltage, [V]

I

=

Nominal current, [A] or [mA]

PM(auf)

=

Fan power input, [W] or [kW]

PL(ab)

=

Motor power output, [W] or [kW]

La

=

Noise level, [dB(A)]

n

=

Speed, [rpm]


Umrechnungstabelle Drücke
Pa daPA mbar=hPa kPa mm Ws
1
0,1
0,01
0,001
0,1
10
1
0,1
0,01
1
100
10
1
0,1
10
1000
100
10
1
100


GERÄUSCHVERHALTEN



Wirbel und Turbulenzen bei Strömungsvorgängen im Laufrad und im Gehäuse, sowie tonale Komponenten (Drehklang – Produkt aus Schaufelzahl und Drehfrequenz), sind für die Geräuschentwicklung beim Betrieb des Ventilators verantwortlich. Auch können Sekundärgeräusche durch auftretende, mechanische Schwingungen entstehen, die jedoch durch geeignete, konstruktive Maßnahmen und eine hohe Auswuchtgüte der Laufräder weitestgehend vermieden werden.

 


Wichtige Parameter für die Schallemissionswerte sind u.a. die Einbausituationen, die sich in der Praxis ergebenden, unterschiedlichen,
räumlichen Gegebenheiten, sowie der Betriebspunkt des Ventilators.

Gemessen wurden die Schalldruckpegel in dB(A), bei Einbauart:

(siehe Kennlinien - Messverfahren) am Luftauslass, in 1 m Entfernung und unter 45 Grad. Die Angaben zum Schalldruckpegel im einzelnen Datenblatt beziehen sich auf den (mit ca. 60 % des Volumenstromes) annähernd, optimalen Betriebspunkt des Ventilators.

 

KENNLINIEN – MESSVERFAHREN



Die in diesem Katalog dargestellten Ventilatorkennlinien wurden entsprechend DIN 24163, Prüfstandsanordnung 1, Einbauart A, am Kammerprüfstand (frei saugend, frei blasend) ermittelt.

 

 

VENTILATORENKENNLINIE



In den am Kammerprüfstand nach Abb. 1 ermittelten Kennlinien wird der Zusammenhang zwischen stat. bzw. Totaldruckerhöhung in Abhängigkeit vom Volumenstrom dargestellt. Es handelt sich hierbei um Normkennlinien, d.h. sie gelten nur für die definierten saugund druckseitigen Anschlussbedingungen, die im praktischen Einsatz selten vorgefunden werden, so dass in diesen Fällen Abweichungen von der Normkennlinie zu erwarten sind. Die in den Normkennlinien dargestellten Messergebnisse sind umgerechnet auf eine Luftdichte von 1,205 kg/m3 bei einer Temperatur von 20° C und einem Luftdruck von 1013 mbar.
Für die Umrechnung der Messergebnisse auf andere Dichten und Drehzahlen gelten die Gesetze der Ähnlichkeitsmechanik:

 

ANLAGENKENNLINIE



Die Anlagenkennlinie zeigt den, in Abhängigkeit vom Volumenstrom in der Anlage durch Reibung, Ablösewirbel, Geschwindigkeitsänderungen etc., entstandenen Druckverlust. Sie ist bei durchströmten Anlagen in der Regel eine Parabel mit dem Exponenten 2 und verläuft üblicherweise durch den Nullpunkt.

 

BETRIEBSPUNKT



Der Betriebspunkt eines Ventilators ergibt sich aus dem Schnittpunkt der Ventilatorkennlinie mit der Anlagenkennlinie.
Dabei ist ein stabiler Betriebspunkt anzustreben (beide Kennlinien schneiden sich nur einmal unter einem ausreichend großen Winkel ), der bei ca. 60 % des erreichbaren Volumenstroms liegen sollte (optimaler Betriebspunkt).

 

VENTILATORAUSWAHL



Karl Klein-Radialventilatoren sind prinzipiell für den Einsatz über den gesamten Kennlinienbereich ausgelegt, d.h. von voll gedrosselt (V° = 0 m3/h) bis frei ausblasend (V° max.), wobei der wirtschaftlichste Arbeitsbereich zwischen 15 % und 85 % liegt.
Die richtige Auswahl des Ventilators wird anhand der benötigten Förderleistung (Volumenstrom) und geförderten Druckdifferenz getroffen. Der zur Verfügung stehende Platz, sowie das erzeugte Betriebsgeräusch, als auch eventuelle chemische und thermische Anforderungen spielen natürlich ebenso eine wichtige Rolle.

 

 

WICHTIGE DATEN BEI ANFRAGEN



  • Betriebspunkt (Schnittpunkt von Volumenstrom und statischem Druck)
  • Spannung
  • Frequenz
  • Stromart
  • Fördermediumstemperatur (falls > 80° C)
  • Art des Fördermediums
  • Drehrichtung und Klemmkastenstellung
  • Zubehör- und Sonderwünsche

ATEX Richtlinien

ZÜNDSCHUTZARTEN



„d“ druckfeste Kapselung


Zündschutzart, bei der die Teile, die eine explosionsfähige Atmosphäre zünden können, in ein Gehäuse eingeschlossen sind, das bei der Explosion eines explosionsfähigen Gemisches im Innern deren Druck aushält und eine Übertragung der Explosion auf die das Gehäuse umgebende explosionsfähige Atmosphäre verhindert.

 


Bei elektrischen Geräten können Funken, Lichtbögen oder heiße Oberflächen nicht nur im Fehlerfall auftreten, sondern bereits im Normalbetrieb und können mithin eine Explosion auslösen. In diesen Fällen, in denen weder die explosionsfähigen Gasgemische noch die möglichen Zündquellen vermieden werden können, hilft nur eines: die Explosion einzusperren. Und genau dies meinen die Experten, wenn sie von „druckfester Kapselung“ sprechen.

 


„e“ erhöhte Sicherheit


Zündschutzart, bei der Maßnahmen getroffen sind, um mit einem erhöhten Grad an Sicherheit die Möglichkeit unzulässig hoher Temperaturen und des Entstehens von Funken oder Lichtbögen im Innern oder an äußeren Teilen elektrischer Betriebsmittel, bei denen diese im normalen Betrieb nicht auftreten, zu verhindern (DIN EN 60079-7).

 


Elektrische Geräte, die in explosionsgefährdeten Bereichen im Einsatz sind, müssen gegenüber der Standardausführung technisch so modifiziert werden, dass auch in diesen Atmosphären keine „brenzlige Situation“ auftreten kann. Die Maschinen müssen ein „erhöhtes Maß“ an Sicherheit gewährleisten. Dabei sind unzulässig hohe Temperaturen oder das Entstehen von Funken oder
Lichtbögen zu vermeiden.

 

ZONEN



Explosionsgefährdete Räume sind Bereiche, in denen aufgrund der örtlichen und betrieblichen Verhältnisse explosionsfähige Atmosphären in Gefahr drohender Menge auftreten können.

 


Explosionsfähige Atmosphäre ist ein aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben bestehendes Gemisch unter atmosphärischen Bedingungen, in dem sich eine Verbrennung nach Zündung, von der Zündquelle aus selbstständig fortpflanzt (Explosion).

 


Explosionsgefährdete Räume werden nach der Wahrscheinlichkeit des Auftretens gefährlicher explosionsfähiger Atmosphären in Zonen wie folgt eingeteilt:

 

Gas:

Zone 0 (nicht lieferbar)

Staub:

Zone 20 (nicht lieferbar)

Zone 1

Zone 21

Zone 2

Zone 22

 

 

ZONE 0 – KATEGORIE 1


Die Zone 0 umfasst Bereiche, in denen eine gefährliche explosionsfähige Atmosphäre ständig oder langzeitig vorhanden ist.

 
Die Zone 0 ist vorwiegend im Inneren von Behältern oder unmittelbar über offenen Flüssigkeitsoberflächen anzusetzen. Hier reicht eine übliche Ex-Installation nicht aus. Gefahrenanalyse: Es müssen sogar Zündquellen durch selten auftretende Betriebsstörungen vermieden werden. Die Betriebsmittel müssen einzeln für Zone 0 zugelassen sein.

 
In der Zone 0 dürfen explosionsgeschützte Elektromotoren gleich welcher Schutzart nicht eingesetzt werden. Ventilatoren dürfen in dieser Zone nur eingesetzt werden, wenn sie z.B. von der PTB abgenommen sind.


(DIN EN 6079-14)

 

ZONE 1 – KATEGORIE 2


Zone 1 umfasst Bereiche, in denen damit zu rechnen ist, dass gefährliche explosionsfähige Atmosphären gelegentlich auftreten.


Zone 1 erfordert die übliche Ex-Installation. Gefahrenanalyse: Es sind Zündquellen zu vermeiden, die durch häufiger auftretende Betriebsstörungen entstehen können.


Zugelassene Betriebsmittel gemäß DIN EN 6079-14 sind Motoren in einer der folgenden Zündschutzarten:

  • druckfeste Kapselung Ex d II A, B oder C
  • druckfeste Kapselung/Klemmkasten erhöhte Sicherheit EEx de II A, B oder C
  • erhöhte Sicherheit Ex e II

Die Unterteilung IIA, IIB und IIC gilt nicht für elektrische Betriebsmittel in der Zündschutzart „erhöhte Sicherheit“, sondern nur für die „druckfeste Kapselung“.

 

ZONE 2 – KATEGORIE 3


Zone 2 umfasst Bereiche, in denen damit zu rechnen ist, dass gefährliche explosionsfähige Atmosphären nur selten und dann auch nur kurzzeitig auftreten.


Zone 2 ist der Übergangsbereich zwischen Zone 1 und dem „sicheren“, nicht mehr explosionsgefährdeten Bereich.

Gefahrenanalyse: In ihm sind Zündquellen, die bei normalem strörungsfreien Betrieb auftreten können, zu vermeiden.


Es dürfen Betriebsmittel zugelassen werden, die für Zone 1 geeignet sind (DIN EN 6079-14).


Zu Zone 0 bzw. Zone 20. Die Zone 0 für Gase und die Zone 20 für Stäube werden von Karl Klein-Ventilatoren nicht abgedeckt.

 

ZONE 20,21,22


Zone 20: Bereich, in dem eine explosionsfähige Atmosphäre in Form einer Wolke, aus in der Luft enthaltenem brennbarem Staub, ständig über lange Zeiträume oder häufig vorhanden ist. Karl Klein-Ventilatoren sind nicht für Zone 20 lieferbar.


Zone 21: Bereich, in dem sich bei Normalbetrieb gelegentlich eine explosionsfähige Atmosphäre in Form einer Wolke aus in der Luft enthaltenem brennbarem Staub bilden kann.

Hinweis: Seit Mai 2007 ist nach DIN EN 14986 beim Betrieb von Ventilatoren in Zone 21 eine Schwingungsüberwachung vorgeschrieben.


Zone 22: Bereich, in dem bei Normalbetrieb eine explosionsfähige Atmosphäre in Form einer Wolke aus in der Luft enthaltenem brennbarem Staub normalerweise nicht oder nur kurzzeitig auftritt.
Innerhalb der Zone 22 muss unterschieden werden, ob es sich um leitfähigen Staub (z.B. Metallstaub – Antriebe der Kategorie 2D erforderlich) oder um nicht leitfähigen Staub (z.B. Getreide – Geräte der Kategorie 3D erforderlich) handelt.
Wichtig ist auch die Angabe, ob sich das staubhaltige Medium im Ventilator oder nur in der Umgebung des Ventilators befindet.

 

 

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Zusätzliche Maßnahmen bei Ventilatoren für den Einsatz in Zone 21



Hinweis: Seit Mai 2007 ist nach DIN EN 14986 beim Betrieb von Ventilatoren in Zone 21 eine Schwingungsüberwachung vorgeschrieben.

 

Ventilatoren können mit entsprechenden Geräten von der Firma Karl Klein bezogen werden.
In diesem Fall erhalten Sie den Ventilator mit aufgebautem Schwingungssensor und einem
bei Bedarf lose beigelegten Auswertegerät. (Siehe auch Dokumentation)

 

Das Auswertegerät ist außerhalb des Ex-Bereichs zu montieren. Siehe hierzu auch die entsprechenden Betriebsanleitungen.

 

Bei Verwirklichung einer eigenen Lösung ist auf folgende Punkte zu achten:

 

  • Es ist ausschließlich ein Schwingungssensor einzusetzen, der für die Zone 21 zugelassen ist.
  • Der Schwingungssensor sollte vorzugsweise am A-seitigen Lagerschild des Antriebsmotors, horizontal zur Einbaulage montiert werden.
  • Das Normsignal des Sensors ist außerhalb des Ex-Bereichs auf eine Steuerung oder ein Auswertegerät zu führen, welches bei erreichen von kritischen Schwingungswerten den Ventilator außer Betrieb setzt.


Unbenanntes Dokument

Schwingungsgrenzwerte

Grenzwerte nach ISO
14694
Starre Befestigung
mm/s
Flexible Befestigung
mm/s
Startwert
4,5
6,3
Alarmgrenze
7,1
11,8
Abschaltwert
9
12,5
Diese Werte gelten für Ventilatoren im industriellen Einsatz.

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EXPLOSIONSGRUPPEN



Gruppe I : Bergbau (nicht lieferbar)
Gruppe II: alles außer Bergbau

 


Die Unterteilung in die unterschiedlichen Explosionsgruppen IIA, IIB und IIC hängt mit der unterschiedlichen Zündfähigkeit und dem Zünddurchschlagsvermögen der explosionsfähigen Atmosphären zusammen.

 


Die Gefährlichkeit nimmt von A nach C zu.

 


Für jede Explosionsgruppe sind genaue Grenzspaltweiten definiert, die in der EN 50018 zu finden sind.

 

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TEMPERATURKLASSEN



Bei der Temperaturklasse wird die niedrigste Zündtemperatur, der im Betrieb möglichen zündfähigen Gemische, mit der maximalen Oberflächentemperatur, der dort benutzten elektrischen Betriebsmittel, in Verbindung gebracht. Erreicht die maximale Oberflächentemperatur die Zündtemperatur der umgebenden zündfähigen Atmosphäre, so kann eine Zündung erfolgen.


Die Temperaturklasse gibt an, welche maximale Oberflächentemperatur das Betriebsmittel bei der höchsten zulässigen Umgebungstemperatur von + 40° C einhält. te = 9s (T3), d.h. der Betreiber muss Motorschütze einrichten, die innerhalb von 9s den Motor abschaltet. T3 stellt den Standard dar, da die Spannungstoleranz +/- 10 % beträgt, dadurch ensteht eine höhere thermische Belastung, die einen T4-Standard nicht zulässt.

 

Unbenanntes Dokument
Temperaturklassen

T1

T2

T3

T4

T5

T6


Max.Oberflächentemperatur
der Betriebsmittel

450°C

300°C

200°C

135°C

100°C

85°C




Kennzeichnung



Die Kennzeichnung von Karl Klein Atex Ventilator en erfolgt durch:

  • Ventilatortypenschild auf dem Ventilatorgehäuse
  • Motortypenschild auf dem Antriebsmotor

 

Beispiel:

Ventilatortypenschild

Motortypenschild
(Das Aussehen kann sich je nach Lieferant ändern)
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ATEX – DIE NORM



ATmosphére EXplosible


ATEX-Richtlinie 94/9/EG gültig seit 01.07.2003 für Hersteller und In-Verkehr-Bringer

 


ATEX-Richtlinie 1999/92/EG gültig seit 01.07.2003 für Prozessbetreiber

 

DIN EN 13 463 Teil 1 bis 8


Normenreihe, die den Herstellern eine ausreichende Hilfestellung für die Kennzeichnung ihrer Geräte geben soll.

 

 

Seit 01.07.2003 sollen auch die Bauteile einer Risikobetrachtung unterzogen werden.

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„NICHTELEKTRISCHE“ UND „ELEKTRISCHE“ GERÄTE



„elektrische Geräte“


Für elektrische Geräte (z.B. Elektromotoren) existieren ausreichend technische Vorschriften und Regularien der Zertifizierung.


Hierzu bestehen jeweils Zertifikate für jede Motor-Baugröße von jedem Hersteller

z.B.:

  • PTB-Zertifikate in Deutschland
  • LCIE-Zertifikate in Frankreich
  • SNCH-Zertifikate in Luxemburg

 

„nichtelektrische Geräte“


„c“ (Kugellager-Lebensdauer, Wartungsintervalle einbeziehen)

Ein Novum des Explosionsschutzes bei Geräten ist die Einbeziehung von so genannten „nicht-elektrischen“ Geräten.


Nur konstruktiver Ex-Schutz ist aufgrund der Gefahren und Risikoanalyse nicht lieferbar, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass z.B. durch Drosselung des Ventilators doch eine explosionsfähige Atmosphäre entsteht.

 

 

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DOKUMENTATION



Hersteller-Erklärung, Konformitätserklärung, Prüfzertifikate für Antriebsmotor, Betriebs- und Wartungsanleitung.

 

Durch die Integration von Ventilatoren in eine Baugruppe bzw. Anlage, dürfen die Eigenschaften des Ventilators nicht verändert werden, damit die Konformitätserklärung ihre Gültigkeit behält. Die Konformitätserklärung und die vorgeschriebenen Unterlagen für die Kategorie 2 werden bei einer unabhängigen Prüfstelle hinterlegt.

 

 

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UMRICHTERBETRIEB



Im Umrichterbetrieb sind keine Motoren mit „erhöhter Sicherheit“ zulässig, da in diesem Fall der Motor mit dem Frequenzumrichter als eine Einheit zertifiziert sein müsste.


Bei Motoren mit „druckfester Kapselung“ kann mit einem separat zertifizierten Frequenzumrichter geregelt werden.

 

 

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(Ex)e-AUSFÜHRUNG ( explosionsgeschützt )



Hinweise

  • Nur die jeweiligen Typenschilddaten der verwendeten Antriebe sind bindend.
  • Motorschutzschalter sind zwingend vorzusehen.
  • Die zulässigen Temperaturbereiche des Fördermediums betragen min. -15° C bis max. + 70° C. Die Spannungstoleranz beiATEX-Antrieben beträgt +/-5 %.
  • Alle ATEX-Ventilatoren unterliegen einer Einzelprüfung in unserer Endkontrolle.
  • Änderungen am Ventilator, einschließlich Motor, dürfen vom Errichter oder Betreiber nicht vorgenommen werden.
  • Explosionsgeschützte Ventilatoren dürfen nicht in Kombination mit einer Temperatursperre betrieben werden.

 

 

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ATEX Präsentation